Taufe

Sie möchten sich über die Taufe informieren, vielleicht sich selbst oder Ihr Kind taufen lassen? Herzlich willkommen!

Warum (sich) taufen lassen?

Wer sich taufen lässt, vertraut Gott seinen Lebensweg an, alle Ängste und jede Freude. Sie oder er wird Teil der Gemeinde zu Hause und der weltweiten Gemeinschaft von Christen. Wer sich taufen lässt, hat erfahren, dass sie oder er von Gott gewollt und geliebt wird, dass ihr oder ihm Gott das Leben anbietet. In der Taufe ergreift sie oder er dieses Leben, begreift sich selbst als gewollt und geliebt – mit allen Schwächen. Die Taufe ist unser Ja zu Gottes Zuwendung und Liebe.
Kleine Kinder können dieses Ja noch nicht ausdrücken. Deshalb sprechen es ihre Eltern und Paten bei der Taufe stellvertretend für sie aus. Später mit der Konfirmation kann das Kind dann entscheiden, ob es das Ja der Kindertaufe durch ein eigenes Ja erneuern möchte.

Was geschieht bei der Taufe?
Ein Bibelwort wird gelesen, dann folgen Tauffragen und das Glaubensbekenntnis.
Eltern und Paten werden bei der Taufe eines Kindes gefragt: „Wollt ihr, dass dieses Kind getauft wird? Versprecht ihr, dieses Kind im christlichen Glauben zu erziehen?“
Jugendliche und Erwachsene werden bei ihrer Taufe gefragt: „Willst du getauft werden? Willst du in deinem Leben Jesus Christus nachfolgen? Willst du dem Bösen widerstehen?“
Die Pfarrerin oder der Pfarrer begießt den Kopf des Täuflings (also der Person, die getauft wird) mit Wasser und sagt dazu: „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Wofür steht das Wasser bei der Taufe?
Das Wasser ist ein vielfältiges Symbol. Einige Aspekte greift das Wassergebet auf:
Herr, unser Gott und Retter. Seit alters ist der Weg zu dir ein Weg durch den Tod zum Leben. Du hast Noah gerettet aus den Wassern der Sintflut und Israel hindurchgeführt durch das Wasser des Schilfmeers. So ist uns das Wasser ein Zeichen des Weges durch den Tod zum Leben.
Diesen Weg ging dein Sohn, als er sich taufen ließ im Wasser des Jordan. Wir bitten dich, gib deinen Heiligen Geist zu unserem Tun. Lass untergehen und tot sein, was uns von dir trennt, unsere Sünde. Mach (Name des Täuflings), die/den wir jetzt taufen, und uns alle zu Menschen, die deinem Sohn Jesus Christus nachfolgen.
Danach wird der Täufling gesegnet. Für seinen Lebensweg bekommt er einen Bibelspruch, den Taufspruch zugesagt.

Wie „sehr“ muss ich glauben, um getauft zu werden?
Als Christinnen und Christen sind wir immer auf dem Weg – zu, von und mit Gott. Die Taufe ist daher kein Endpunkt, sie ist vielmehr eine Wegmarkierung in einem lebenslangen Prozess. Es geht bei der Taufe gerade darum, das Geschenk des Lebens aus Gottes Hand anzunehmen, nämlich dass Gott Sie geschaffen und gewollt hat – ohne dass Sie dafür oder dagegen irgendetwas tun könnten. Deshalb werden auch Säuglinge getauft. Wenn Sie Ihren Lebensweg mit allen Träumen und Wunden Gott anvertrauen und zur christlichen Gemeinde gehören möchten, dann laden wir Sie herzlich ein, sich taufen zu lassen.
Sie können Ihre Bedenken und Zweifel gern mit Ihrer Pfarrerin oder Ihrem Pfarrer vor Ort besprechen. Vor der Taufe werden Sie in einem Taufgespräch mit ihr oder ihm sowieso noch einmal darüber reden, warum Sie sich taufen lassen möchten.

Wann lässt man sich oder sein Kind taufen?
Von 0 bis 99 Jahre und darüber hinaus kann jede und jeder getauft werden. Es gibt keine Altersbeschränkung.

Können Eltern ihr Kind taufen lassen, wenn sie selbst keine Kirchenmitglieder sind?
Ja. Nur die Patin oder der Pate muss Kirchenmitglied sein.

Was ist eine Patin oder ein Pate und wer kann das werden?
Eine Patin oder ein Pate begleitet den Täufling auf ihrem oder seinem Weg mit Gott. Sie oder er ist also so etwas wie ein „geistlicher Mentor“. Es kann jede und jeder Pate werden, der einer christlichen Kirche angehört und mindestens 14 Jahre alt ist.
Wenn Sie als Eltern Freunde oder Verwandte um die Begleitung ihres Kindes bitten, die nicht zu einer christlichen Kirche gehören, können diese als Taufzeugen an der Taufe teilnehmen.

Wie viele Paten muss man haben?
Mindestens eine oder einen. Manche haben aber auch vier Paten.

Was ist ein Taufspruch und wie finde ich einen für mein Kind oder mich?

Ein Taufspruch ist ein Bibelvers, der Sie oder Ihr Kind in besonderem Maße auf Ihrem oder seinem Lebensweg begleiten soll. Sie können ihn selbst aussuchen. Auf www.taufspruch.de finden Sie viele Vorschläge. Wenn Sie nicht weiterwissen, können Sie auch gern Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer vor Ort fragen.

Kostet die Taufe Geld?
Nein. Die Kosten trägt die Gemeinde für Sie. Sie bekommen sogar noch ein Geschenk. Lassen Sie sich als Erwachsene oder Erwachsener taufen, werden Sie Kirchenmitglied. Dazu gehört, dass Sie dann durch Kirchensteuer und Gemeindebeitrag die kirchliche Arbeit unterstützen.

Müssen Eltern verheiratet sein, um ihr Kind taufen zu lassen?
Nein, aber sie müssen sich einig sein, dass sie ihr Kind taufen lassen möchten.

Ich möchte mein Kind oder mich taufen lassen. Wie geht es jetzt weiter?
Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Gemeinde vor Ort auf. Viele Gemeinden haben ein Gemeindebüro. Dort können Sie anrufen oder sich per Mail jederzeit melden.
Sie können aber auch gleich Ihre Pfarrerin oder Ihren Pfarrer vor Ort kontaktieren. Schauen Sie dazu in die Rubrik Ihrer Gemeinde auf dieser Homepage. Dort finden Sie unter „Kontakt“ Telefonnummern und Mailadressen.

Ihre Frage war nicht dabei oder Sie wissen nicht, zu welcher Kirchgemeinde Sie gehören? Dann schreiben Sie eine Mail an buero
[AT]kirchenkreis-merseburg.de oder rufen Sie uns zu unseren Öffnungszeiten an.

Alle Regelungen zur Taufe finden Sie in der „Ordnung des Kirchlichen Lebens“.

Wir helfen Ihnen gern weiter!
Ihre Evangelische Kirche im Kirchenkreis Merseburg



Diese Seite wurde mithilfe der Broschüre Taufe der Evangelischen Kirche in
Mitteldeutschland (EKM) erstellt, Ansprechpartner: Karsten Müller,
Telefon: 036202/771790, E-Mail: gemeindedienst
[AT]ekmd.de,
www.gemeindedienst-ekm.de.
Bei allgemeinen Fragen können Sie sich auch gern dorthin wenden.

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