Konfirmation

Hier haben wir ein paar Infos über die Konfirmation für dich zusammengestellt. 



Wieso konfirmieren lassen?

Es ist die Zeit, in der man die Musikanlage bis zum Anschlag aufdreht oder sich in sich selbst verkriecht und heimlich Gedichte schreibt, in der man stundenlang vor dem Spiegel steht, um sich auf das Date mit dem angesagten Typen aus der Parallelklasse fertig zu machen, in der man das erste Mal küsst und in der man sich nichts mehr sagen lassen will von seinen Eltern. Es ist auch die Zeit, in der schwierige Entscheidungen anstehen: Was will ich mal beruflich machen? Was will ich im Leben erreichen? Was ist mir wichtig?

Weil du jetzt erwachsen wirst, darfst du auch in Glaubensfragen selbst entscheiden. Deine Eltern haben vor langer Zeit einmal entschieden, dass du getauft werden sollst. Aber jetzt kannst du dich fragen: Will ich das Ja meiner Taufe zum christlichen Glauben selbst auch sagen? Möchte ich an den christlichen Gott glauben? Konfirmation heißt „Stärkung“, sie ist Stärkung für den Lebensweg.

Wieso muss ich denn vorher in den Konfirmandenunterricht gehen?
Wenn man wichtige Entscheidungen im Leben trifft, dann muss man sich vorher immer informieren. Genauso ist es beim Glauben auch. Schließlich willst du ja bei der Konfirmation laut „Ja“ sagen. Dann solltest du schon wissen, wozu.
Also lernst du den christlichen Glauben und die Kirche besser kennen, du erfährst, wovon deine Vorfahren ihren Glauben genährt haben, hörst von ihren Gebeten, findest heraus, warum sie wann welche Feste gefeiert haben, lernst neue und alte Lieder kennen und Geschichten aus der Bibel, die vielen Menschen auf ihrem Lebensweg Mut und Kraft gegeben haben. Und du tauchst ab in die Geschichte, erfährst, warum es heute so viele verschiedene Kirchen gibt. 
Der Konfirmandenunterricht bringt auch die richtig heftigen Fragen des Lebens auf den Tisch: Was ist der Sinn des Lebens? Wer und wie ist Gott? Wieso glauben? Was ist Gerechtigkeit? Vielleicht gibt es in eurer Gruppe heftige Diskussionen, denn wie in einer Klasse gehst du mit anderen in den Konfirmandenunterricht. So könnt ihr euch austauschen und voneinander lernen.

Wie ist der Konfirmandenunterricht organisiert?
Das ist in jeder Gemeinde verschieden. Manchmal trefft ihr euch jede Woche, ein andermal einmal im Monat nur am Wochenende. In diesen Treffen lernst du viel von dem, was wir oben gerade aufgezählt haben. Aber manchen Pfarrerinnen und Pfarrern ist es auch wichtig, dass ihr mit anpackt, deshalb gehören manchmal
auch kleine praktische Einsätze zum Unterricht, beispielsweise einen Nachmittag in einem Seniorenheim für die Senioren gestalten.
Außerdem kannst du auch das Beratungsangebot nutzen: Wenn du deiner Pfarrerin oder deinem Pfarrer vertraust, dann erzähl ihr oder ihm doch, wenn dir etwas Sorgen macht, wenn du zum Beispiel in der Schule Probleme hast oder du nicht weißt, was du später einmal beruflich machen sollst. Sie oder er redet gern mit dir und bietet dir Hilfe an. Wie viel, das bestimmst du allein.
Etwas ganz Besonderes, das zum Konfirmandenunterricht gehört, ist die Konfirmandenfreizeit.

Was ist eine Konfirmandenfreizeit?
Das ist eine Klassenfahrt für KonfirmandInnen. Man fährt gemeinsam in ein Freizeitheim, lernt, betet vielleicht, liest in der Bibel, singt, spielt, chillt zusammen. Freu dich drauf!

Wie bekomme ich mit, wann der Konfirmandenunterricht in meiner Gemeinde beginnt?
Der Konfirmandenunterricht beginnt meistens in der 7. Klasse und in der Regel bekommst du einen Brief von deiner Pfarrerin oder deinem Pfarrer, in dem sie oder er dich zum Konfirmandenunterricht einlädt.

Wieso muss ich dann auch noch in den Gottesdienst gehen?
Du sagst bei der Konfirmation, dass du zu dieser Gemeinde dazugehören willst – zunächst erst einmal zu der Gemeinde in deinem Heimatort, aber auch zu allen ChristInnen weltweit. Da solltest du doch die Gemeinde schon mal vorher sehen und kennenlernen, zu der du dann nach der Konfirmation gehörst, oder?

Kann ich mich konfirmieren lassen, wenn ich noch nicht getauft bin?
Nein. Die Taufe ist die Voraussetzung für die Konfirmation. Aber du kannst dich im Verlauf des Konfirmandenunterrichts auch erst taufen und dann mit den anderen konfirmieren lassen. Oder du lässt dich taufen, wenn sich die anderen konfirmieren lassen. Das eine ist nicht schlechter als das andere. Du kannst gern mit deiner Pfarrerin oder deinem Pfarrer darüber reden.


Was genau passiert denn bei der Konfirmation?
Die Konfirmation ist ein festlicher Gottesdienst, meistens zwischen Ostern und Pfingsten. Am Anfang ziehen alle Konfirmandinnen und Konfirmanden feierlich in die Kirche ein. Mit der Konfirmation bekennst du dich zum christlichen Glauben. Deshalb wirst du auch öffentlich vor der ganzen Gemeinde im Gottesdienst gefragt:
„Wollt ihr in diesem Glauben bleiben und wachsen, so antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.“
Du wirst gesegnet und bekommst einen Konfirmationsspruch mit auf den Weg. Außerdem erhältst du eine Urkunde und ein Geschenk. In den meisten Gemeinden dürfen die Konfirmandinnen und Konfirmanden dann das erste Mal beim Abendmahl „Brot“ (symbolisch meistens eine Hostie, schmeckt wie eine Oblate) und Wein empfangen.

Was ist ein Konfirmationsspruch und wo finde ich einen?                                         Ein Konfirmationsspruch ist ein Bibelvers, der dich auf deinem Lebensweg begleiten soll, sagen wir mal: ein Motto. Wenn du einen Vers kennst, der dich besonders anspricht, dann kann das dein Konfirmationsspruch werden. Falls dir keiner einfällt, sucht auch deine Pfarrerin oder dein Pfarrer gern einen für dich aus. 

Was darf man nach der Konfirmation alles?
Wenn du konfirmiert bist, darfst du Taufpatin oder Taufpate werden, du darfst an den kirchlichen Wahlen teilnehmen (und ab 18 Jahren sogar selbst in Ämter innerhalb der Kirche gewählt werden) und bekommst beim Abendmahl Brot und Wein gereicht.

Du hast noch Fragen, die hier nicht auftauchen? Kein Problem!
Schreib uns oder ruf uns an!

Wir helfen dir gern weiter!
Deine evangelische Kirche im Kirchenkreis Merseburg

Mehr Infos findest du unter: www.konfiweb.de.



Diese Seite wurde mithilfe der Broschüre Taufe der Evangelischen Kirche in
Mitteldeutschland (EKM) erstellt, Ansprechpartner: Karsten Müller,
Telefon: 036202/771790, E-Mail: gemeindedienst
[AT]ekmd.de,
www.gemeindedienst-ekm.de.
Bei allgemeinen Fragen können Sie sich auch gern dorthin wenden.

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